Speisekammerorganisation – Pantry Organisation

Wer kennt sie nicht, diese wunderschön sortierten Bilder der amerikanischen Pantries (dt. Speisekammern), welche von Personal Organizer liebevoll, stilsicher und effizient gestaltet werden. Vorreiter dieser ästhetischen Gestaltung sind die zwei Damen von „The Home Edit“ Clea Shearer und Joanna Teplin. Sie haben bereits eine eigene Netflix Show sowie einige Bücher auf den Markt gebracht.

Mittlerweile ist dieser Hype auch zu uns nach Europa gekommen und der Wunsch nach einer perfekt organisierten Speisekammer wächst auch hier zu Lande. Daher ist es schön zu sehen, dass sich der europäische Markt in diese Richtung verändert und man Produkte für die perfekte Umsetzung auch bei uns bekommt.  

Was muss man bei der Umsetzung beachten?

Zuerst einmal ist es wichtig sich für eine Stilrichtung zu entscheiden. Zu viele Stile verderben die Optik und machen sie unruhig. Umso ruhiger die Optik desto ansprechender das Ergebnis. Daher ist es gut, sich zuerst Gedanken über ein Farbkonzept zu machen. Auch die Materialen sollten nicht bunt gemischt werden. Wer es lieber nachhaltig möchte, greift zu Wasserhyazinthenboxen oder Holzboxen sowie zu Gläsern mit Holzdeckel. Wer es lieber modern bevorzugt, greift zu Plexiglasboxen oder -drehteller. Eine Kombination aus Metallkörben eignet sich für beide Stile sehr gut. Aber allein die Aufbewahrungsboxen machen eine schöne Optik noch nicht aus.

Vorratsbehälter

Um einen einheitlichen Look zu kreieren ist es wichtig die Lebensmittel in einheitliche Vorratsbehälter zu füllen. Lebensmittelverpackungen erzeugen ein unruhiges Bild und sind auch nach Anbruch nicht ideal wiederverschließbar. Umso praktischer ist es die Lebensmittel in Vorratsbehälter zu dekantieren. Die Vorratsbehälter sollten im Idealfall durchsichtig sein, damit man den Inhalt sowie die noch vorhandene Menge gut erkennen kann. So fällt mit einem Blick auf, welche Lebensmittel nachgekauft werden müssen. 

Ein weiterer Vorteil ist die Haltbarkeit. Wenn Vorratsbehälter luftdicht abschließen (bitte unbedingt darauf achten!)  ist auch eine längere Haltbarkeit gewährleistet. Luftdichte Behälter verhindern auch eine Vermehrung von Lebensmittelmotten.  Wenn die Größe gut gewählt ist – hier empfehle ich eher hohe und schmale Vorratsbehälter zu nehmen, um die Regale effizient zu nutzen – wird der vorhandene Stauraum besser genutzt, als mit den Originalverpackungen der Lebensmittel. Man kann die Lebensmittel auch praktischer entnehmen. Wer kennt sie nicht, die zusammengerollten Verpackungen, verschlossen mit einem Gummiband. Oft passiert es auch, dass Verpackungen nicht ideal geöffnet wurden und der Inhalt jedes Mal herausrieselt, sobald man den Verschluss öffnet. Das alles ist mit passenden Behältern Vergangenheit.

Als kleiner Tipp: das Mindesthaltbarkeitsdatum kann man auf den Boxen ganz leicht mit einem Kreidestift vermerken. Dieser löst sich in der Spülmaschine und beim nächsten Befüllen kann ein neues MHD angebracht werden. Sollten Anleitungen für bestimmte Lebensmittel notwendig sein, kann man diese einfach aus der Originalverpackung ausschneiden und auf die Rückseite mit Klebeband kleben. Ist vor dem nächsten Spülgang ganz einfach zu entfernen und kann danach wieder angebracht werden. 

Sollte Ihnen beim Umfüllen ein Rest übrigbleiben, den Sie nicht mehr in den Behälter bekommen, empfehle ich eine Vorratsbox. Einfach eine Kiste nehmen, in der Sie alle angefangenen Verpackungen lagern. Bevor Sie das nächste Mal Lebensmittel einkaufen gehen, sehen Sie in dieser Kiste nach, ob noch etwas davon vorhanden ist und füllen Sie Reste auch gleich in die Vorratsbehälter um.

Vorratsdosen

Labels

Das Um und Auf sind Labels. Ohne Beschriftung macht ein Umfüllen der Lebensmittel in optisch gleiche Behälter wenig Sinn. Nach einiger Zeit weiß man gar nicht mehr was man umgefüllt hat. Aber die Labels sollten nicht nur einen Nutzen haben, sondern optisch auch ansprechend sein. Die, meiner Meinung nach, optisch schönsten Lösungen sind „geplottete Labels“. Hier wird mittels Plotter der Schriftzug aus einer Folie geschnitten und dieser dann auf die zu beschriftende Stelle geklebt.

Eine weitere und schnellere Lösung bieten Beschriftungsgeräte. Sie erfüllen ihren Zweck, je nach Gerät, ebenfalls sehr ansprechend.

Vorratsdosen mit Beschriftung
geplottete Labels

Möbel

Aber was helfen die besten Boxen, Vorratsbehälter und Labels, wenn nicht der passende Raum zur Verfügung steht bzw. die idealen Regale. Zuerst sollte man sich um das Grundsätzliche kümmern und seinen vorhandenen Raum durch eine große Ausmistaktion auf den aktuellen Stand bringen. Lebensmittel sollten auf ihr Ablaufdatum kontrolliert und eventuell zeitnah aufgebraucht werden. Lebensmittel, die noch gut sind aber nicht mehr gegessen werden, sollten verschenkt oder gespendet werden und Gegenstände, die nicht in eine Vorratskammer gehören, sollten einen neuen Platz finden. Erst wenn die Basis stimmt, kann man sich an die optische Gestaltung machen. Für einen Anblick à la „The Home Edit“ sind offene Regale zu empfehlen. Am besten welche mit montierten Schienensystemen an der Wand, so fallen unnötige Regalsteher weg und man hat eine durchgehende Ablagefläche auf den Regalböden. Auch die Wände sollten eine ruhige Optik und eine gediegene Farbe haben, um die Lebensmittel und Organizer in den Vordergrund zu rücken.

Umsetzung

Für die Umsetzung empfehle ich Ihnen sich einen Plan zu machen. Welche Regale müssen dafür angeschafft werden? Welche und wie viele Organizer benötige ich dafür? Wieviel Lebensmittel habe ich und welche davon möchte ich in Vorratsbehälter umfüllen? Welche Beschriftungsmöglichkeiten habe ich? Umso genauer die Vorstellung desto schöner wird das Ergebnis. Falls Sie diese Umsetzung nicht alleine vornehmen möchten, können Sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen. Gemeinsam kreieren wir Ihnen Ihre Wunschspeisekammer!

Stop waiting for the perfect time to get organized. Take this moment and make some progress.

Heidi Leonard

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